Wissenswertes über Podologie »
Die Berufsanfänge des Podologen und Fußpflegers reichen weit zurück. Bereits Hippokrates (ca. 400 v. Chr.) hat sich laut schriftlicher Überlieferung mit dem Fußübel der Hornhaut beschäftigt.
In der mittelalterlichen Baderstube liegt der Ursprung des Med. Fußpflegers. Zum Berufsbild des Baders gehörte, neben seinen Tätigkeiten als Friseur und Dentist, auch die Behandlung von Haut- und Nagelveränderungen.
Aus dem Beruf des Fußpflegers entstand dann im Laufe der Jahre der Podologe.
Dieser beschreibt die nichtärztliche Heilkunde am Fuß. Die Maßnahmen eines Podologen sind vielfältig und ergeben sich aus den Gebieten der Inneren Medizin (Diabetologie), Dermatologie, Chirurgie und Orthopädie. Sie umfassen präventive und kurative therapeutische Maßnahmen rund um den Fuß.
Seit dem 2. Januar 2002 sind die Berufsbezeichnungen Podologe und Med. Fußpfleger durch das Podologengesetz geschützt.
Den Titel darf nur führen, wer eine zweijährige - oder als gleichwertig anerkannte - Ausbildung nachweisen kann.
Zukünftig muss jeder, der den Titel "Podologe" oder "Med. Fußpfleger" tragen möchte, eine zweijährige vollschulische Ausbildung mit anschließender staatlicher Prüfung absolvieren.
Lesen Sie mehr über die Tätigkeiten eines Podologen »
Die Podologie entwickelt sich zusammen mit der Medizin. Die praktische und theoretische Weiterbildung ist deshalb für den Podologen äusserst wichtig. So nimmt er eine nicht zu unterschätzende Stellung in der Erhaltung der Volksgesundheit ein. Der SPV bietet laufend Weiterbildungskurse und Seminare an und unterhält Kontakte zu in- und ausländischen Podologieverbänden. Mit den schweizerischen Diabetesverbänden pflegt er eine enge Zusammenarbeit in der Weiterbildung für die Behandlung diabetischer Füsse.

Tätigkeiten eines Podologen
- Anamnese
- Aufnahme der kunden- / patientenspezifischen Daten
- Nagelbehandlungen
- Richtiges Schneiden der Nägel
- Behandlungen von Unguis incarnatus
  (Eingewachsene Nägel)
- Nagelmykosen (Nagelpilze) oder Onychauxis
  (Verdickte Nägel)
- Hyperkeratosenbehandlungen
- Abtragen von übermässiger Hornhaut oder Schwielen
- Entfernen von Clavi
- Fachgerechtes Abtragen von Hühneraugen
- Orthonyxie
- Spezielle Spangentechnik bei eingewachsenen Nägeln
- Verbandstechnik
- Anbringen von Entlastungs- und Schutzverbänden
Lesen Sie mehr über Nagelprothetik »
Grundsätzlich sollte der Nagel in seiner vollen Breite nach vorne wachsen. Doch durch Unfälle, einwirkenden Kräfte der anliegenden Zehen oder des Schuhdruckes wird er beim natürlichen Wachstum behindert. Wird nun der fehlende Teil nicht ersetzt, oder wird der störende Druck nicht beseitigt, ist eine Deformierung des nachwachsenden Nagels wahrscheinlich. Es erfolgt ein erneutes Einwachsen des Nagels in den Nagelwall.


Eine Möglichkeit dies zu verhindern, bietet hier die Nagelprothetik. Dank ihrer Hilfe kann man den verbleibenden Nagelrest so verbreitern, dass er dem nachwachsenden, natürlichen Nagel den erforderlichen Platz verschafft und so eine ungestörte Wiederherstellung der normalen Nagelplatte ermöglicht.
Erfahren Sie mehr über Orthesen »
Dauerhafte Druckentlastung mit massgefertigten Orthesen
Überall dort, wo die konventionellen Entlastungsprodukte nicht die gewünschte Wirkung zeigen, kann man mit den individuellen Orthesen sehr gute Resultate erzielen. Sie weisen gegenüber konventionellen Produkten folgende Vorteile auf:


Orthesen dienen vor allem zur Entlastung einer bestimmten Druckstelle. Eine Korrektur ist nur minimal möglich. Sie müssen sehr fein gearbeitet sein, da sie sonst an anderen Stellen Druck verursachen. Durch eine solche Dauerentlastung können Operationen vermieden werden. Besonders gilt es, Druckstellen im Bereiche des Nagelfalzes durch Aussparung oder Ummantelung zu vermeiden.
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Nagelspangen (Orthonyxie)

Die Orthonyxie ist ein gutes Mittel, um einer Teilresektion oder totalen Nagelentfernung (= Operative Eingriffe) vorzubeugen. Ausserdem bringt sie den Patienten sofortige Erleichterung. Mit individueller Orthonyxie können sehr gute Resultate erzielt werden. Gegenüber einer Operation weisst die Orthonyxie folgende Vorteile auf: Nagel und Zehenende bleiben erhalten Keine Narbenbildung Geringere Schmerzen Die Orthonyxie ist fast immer anwendbar


Folgendes ist zu beachten: Der Nagel kann sich nach erfolgreich abgeschlossener Therapie wieder deformieren (z.B. duch den Schuhdruck). Die Spange sollte dann so schnell wie möglich wieder gesetzt werden.